Unterkünfte

Sie tauchen nicht nur tagsüber in ein Märchen von 1001 Nacht ein, Sie können auch die Nächte in einmaliger Atmosphäre verbringen, und zwar in den Riads der Altstädte. Hier finden Sie nach einem erlebnisreichen Ausflug in der Stadt Ruhe und Entspannung. Riad bedeutet aus dem Arabischen übersetzt „Garten“. Diesem Namen machen die Altstadthäuser alle Ehre. Schließlich besteht das Herz eines Riads aus einem üppig begrünten Innenhof. Früher waren diese Häuser die Residenz wohlhabender marokkanischer Kauf leute, doch sie wurden weitgehend dem Zerfall überlassen. Seit den 80er Jahren wurden viele aufwendig renoviert, um sie anschließend als Gasthaus zu nutzen. Die Fenster und Türen Ihrer Zimmer sind zum Innenhof ausgerichtet. Nach außen gibt es keine oder nur sehr kleine Fenster, sodass der Lärm der Gassen nicht nach innen dringt. Durch die dicken Mauern ist das Haus das ganze Jahr über gut temperiert. Viele Riads haben trotzdem eine Klimaanlage, um auch in den überaus heißen Sommermonaten eine angenehme Schlafstätte zu bieten.

Charakteristisch für Riads ist neben ihrer zentralen Lage und dem Patio die traditionelle und sehr geschmackvolle Ausstattung. Sie sind reich mit Mosaiken und Stuckornamenten verziert und haben meistens eine schön dekorierte Dachterrasse, die zum Sonnenbaden einlädt und einen herrlichen Blick über die Dächer der Altstadt bietet. Einige Riads sind mit einem kleinen Pool ausgestattet.

In den Flusstälern von Südmarokko sowie im Anti Atlas und im Hohen Atlas gibt es noch viele mehrere Jahrhunderte alte Kasbahs. Diese wurden teilweise renoviert und werden heute als Unterkunft genutzt. Ebenso gibt es einige neuere Häuser, welche im traditionellen Kasbah stil gebaut wurden. Auf unseren Reisen buchen wir in Südmarokko überwiegend Unterkünfte dieser Art. Das Wort Kasbah ist arabisch und bedeutet wörtlich Burg oder Festung. Ursprünglich dienten die Kasbahs den Berbern zum Schutz vor Überfällen anderer Stämme und zur Kontrolle der Karawanenwege. Um von der Kasbah einen guten Ausblick zu haben, wurden sie an Berghängen oder auf kleinen Erhebungen gebaut. Diesen wunderschönen Blick in die Täler und über die Oasen des Südens genießen Sie noch heute.

Das markante einer Kasbah sind die vier Ecktürme, welche sich über die Mauern erheben. Viele Kasbahs weisen noch die typischen mit Ornamenten verzierten Außenmauern und Zimmerdecken auf. Neben den Dachterrassen und den geschmackvoll eingerichteten Zimmern haben viele Kasbahs einen Pool. Dieser bietet eine angenehme Erfrischung nach einem erlebnisreichen Tag im Süden Marokkos.

Die Gebäude werden aus Stampflehm, einem Gemisch aus Lehm, Wasser und gehäckseltem Stroh, errichtet. Die meterdicken Außen mauern sowie die kleinen Fenster gewähren besonders in den heißen Sommermonaten eine angenehme Kühle, bieten aber ebenso im Winter Schutz vor Kälte und Wind. Das Raumklima eines Lehmbaus ist bekanntermaßen hervorragend!